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Die Zeitschrift „Praxis - Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation“ hat im Heft 1-2015 den Themenschwerpunkt „Psychosoziale Dimensionen der Suchttherapie“.
Lengerich, Januar 2015

Neuere ätiologische Konzeptionen gehen davon aus, dass biologische, psychologische und soziale Faktoren für die Entstehung und Aufrechterhaltung einer Suchterkrankung bedeutsam sind. Entsprechend stellt die psychosoziale Betreuung (PSB) eine feste Säule in der substitutionsgestützten Behandlung Opiatabhängiger dar. Im Heft 1-2015 wird eine Bestandsaufnahme der Konzeptionen, Praktiken und Konfliktlinien in der psychosozialen Behandlung Opiatabhängiger dargelegt und hieraus Anreize und Ideen für eine Weiterentwicklung der psychosozialen Suchtarbeit entwickelt.
Herausgeber des Heftes sind Prof. Dr. Daniel Deimel, der an der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen im Bereich klinische Sozialarbeit lehrt, und Prof. Dr. Heino Stöver, tätig an der Fachhochschule Frankfurt am Main im Fachbereich Soziale Arbeit und Gesundheit.

Newsletter der Deutschen Gesellschaft für Sucht-
medizin e.V. (DGS)
Wiesbaden, November 2014

Der monatliche Newsletter der DGS bietet aktuelle Informationen rund um wissenschaftliche, politische und rechtliche Entwicklungen im Bereich der Suchtmedizin. Die Neuigkeiten sind nach Institutionen (bspw. Deutsche AIDS-Hilfe oder AntiSTigma), Substanzen (bspw. Cannabis oder Amphetamine) und Spezialthemen (bspw. Prävention, Harm Reduction oder Fortbildungen) sortiert, so dass der Leser sich schnell orientieren kann. Auf jeden kleinen Abschnitt des Newsletters folgt ein Link mit weiterführenden Informationen.

Link:
Anmeldung Newsletter der Deutschen Gesellschaft für Suchtmedizin e.V.


Drogenbericht der Bundesregierung
Berlin, Juli 2014

Im Juli ist der jährliche Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung erschienen. Der Bericht informiert über die aktuelle Datenlage und die drogen- und suchtpolitischen Aktivitäten der Bundesregierung von Januar 2013 bis Anfang 2014. Er stellt Maßnahmen, Projekte und Initiativen der beteiligten Bundesressorts, Institutionen und Verbände sowie neue Projekte in den Bundesländern vor. Der aktuelle Bericht stellt einen deutlichen Rückgang von Tabak- und Alkoholkonsum unter Jugendlichen fest. Problematisiert werden vor allem das Rauschtrinken junger Erwachsener und die die zunehmende Verbreitung von "Crystal Meth".
Die Kampagne der IKS „Bitte substituieren Sie!“ wird auf Seite 155 besprochen.

Download: Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung 2014


Alternativer Drogenbericht
Berlin, Juni 2014

Nicht-Regierungsorganisationen und Wissenschaftler haben eine knappe Woche vor Erscheinen des Drogen- und Suchtberichtes der Bundesregierung den ersten Alternativen Drogen- und Suchtbericht vorgestellt. Der Alternative Drogen- und Suchtbericht umfasst ein breites Themenspektrum von Alkohol- und Tabakprävention für Jugendliche und den Medikamentengebrauch Erwachsener über Ansätze zum Umgang mit dem Konsum von Cannabis und Crystal Meth bis hin zu niedrigschwelligen Hilfsangeboten für Heroinkonsumenten. Renommierte Experten beschreiben darin Strategien und Maßnahmen, die bisher noch nicht ausreichend Eingang in die Maßnahmen von Bund, Ländern und Kommunen gefunden haben. Der Alternative Drogen- und Suchtbericht soll dazu beitragen, das vorhandene Wissen über Prävention und Drogenhilfe in eine dauerhaft erfolgreiche Drogenpolitik zu übersetzen.

Download: Alternativer Drogenbericht 2014


Regionale Versorgungsengpässe
Westfalen-Lippe, Februar 2014 / Delmenhorst, Juni 2014

Die KVWL kompakt – das Medium der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe – weist auf die Gefährdung der flächendeckenden Versorgung der Opiatabhängiger in der Region hin. Während die Anzahl der Substitutionspatienten deutlich gestiegen ist, werden die aktiven Substitutionsärzte in Westfalen-Lippe stetig ab. Im Weser-Kurier berichtet die Anonyme Drogenberatung Delmenhorst (Drob) von dem gleichen Problem. Die Beratungsstelle hofft darauf, dass sich in der Stadt mindestens ein weiterer Arzt findet, der sich bereit erklärt, Substitutionsbehandlungen etwa für Heroinabhängige anzubieten.

Download: KVWL kompakt Ausgabe 2/2014 (s. S. 10)
Link: Artikel Weser-Kurier


Der 8. interdisziplinäre Kongress für Suchtmedizin in München
München, Juli 2014

Der 8. interdisziplinäre Kongress für Suchtmedizin fand wie gewohnt Anfang Juli in München statt. Die Organisatoren Prof. Michael Soyka und Prof. Dr. Markus Backmund konnten über 700 Besucher begrüßen. Damit ist der suchtmedizinische Kongress der größte in Deutschland. Der Kongress informierte breit über neue Entwicklungen aus allen Suchtformen und die lebendigen Diskussionen zeigten die Produktivität des interdisziplinären Dialogs. Schwerpunkte des Kongresses waren die anstehende Reform des Betäubungsmittelrechts und Therapieoptionen in der Hepatits C-Behandlung.


Neue Leitlinien für Therapie der Opiatabhängigkeit
München, Februar 2014

Am 29.1.2014 hat die Deutsche Gesellschaft für Suchtmedizin e.V. (DGS) ein wichtiges Ziel erreicht: Die Leitlinien für Opiatabhängigkeit wurden nach zweijähriger, intensiver Arbeit und zwei Konsenskonferenzen auf dem Kongress in München und im November 2013 auf dem DGS-Kongress in Berlin offiziell in der Ludwig-Maximilians-Universität München vorgestellt. Sie sollen allen substituierenden Ärztinnen und Ärzten zugänglich sein und sie in ihrer Arbeit unterstützen. Zudem geben sie Gutachtern Orientierung, um den Stand der heutigen wissenschaftlichen Erkenntnisse auch in juristischen Fragen richtig bewerten und zitieren zu können.

Download: Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Suchtmedizin (DGS e.V.): Therapie der Opiatabhängigkeit


Neuer Bericht zum Substitutionsregister
Bonn, Januar 2014

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) stellt jährlich einen Bericht zum Substitutionsregister zur Verfügung. Er enthält Angaben zum rechtlichen Hintergrund, zum Meldeverfahren und zur Nutzung der Daten des Substitutionsregisters. Des Weiteren sind aktuelle Zahlen zu Substitutionspatienten, substituierenden Ärzten und verschriebenen Substitutionsmitteln, sowie deren Entwicklung seit Beginn der Meldepflicht in 2002 dargestellt. Die Zahlen beruhen auf den Angaben die jeder Arzt, der Substitutionsmittel für einen opiatabhängigen Patienten verschreibt, der Bundesopiumstelle im BfArM unverzüglich melden muss (§ 5a Abs. 2 BtMVV). Die Angaben sind für Deutschland und teilweise zusätzlich für die einzelnen Bundesländer erfasst. Die Daten werden regelmäßig auch im Drogen- und Suchtbericht der Drogenbeauftragten der Bundesregierung veröffentlicht.

Hinweis:
Weiterführende Daten aus dem Substitutionsregister werden den für die Überwachung des BtM-Verkehrs bei Ärztinnen und Ärzten, zuständigen Landesbehörden sowie den obersten Landesgesundheitsbehörden zur Verfügung gestellt. Die Übermittlung von Daten aus dem Substitutionsregister an andere Institutionen ist nicht zulässig.

Download: Bericht zum Substitutionsregister Januar 2014


„Mein zweites Leben“ – aus dem Alltag einer Substituierten
Wiesbaden, 18.10.2013

“Nein, Substitution ist kein Spaß. Aber es hilft, sich stabil zu fühlen …“, das sagt Christiane F., die Frau, die Ende der 70er zum Sinnbild für den Drogenmissbrauch wurde. Sie hat die Sucht nie überwunden. Aber die tägliche Dosis Methadon hilft ihr, ihren Alltag zu bewältigen. Heute ist sie 51 und der beste Beweis dafür, dass Substitution Leben retten kann. 35 Jahre nach „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ hat Christiane F. mit „Mein zweites Leben“ ein neues Buch geschrieben, in dem sie ihren Alltag seit dieser Zeit beschreibt, die Mechanik der Sucht verdeutlichen will, aber auch für mehr Akzeptanz und einen menschenwürdigen Umgang mit Abhängigen wirbt.

Viele dieser Erfahrungen teilt sie mit Dirk Schäffer, Leiter des Fachbereichs Drogen/Strafvollzug der Deutschen Aidshilfe, bekennendem Substituierten und Mitinitiator des Initiativkreises Substitutionstherapie. Er kommt ebenfalls in ihrem Buch zu Wort, berichtet u.a. von seinem Engagement bei der Drogenselbsthilfe JES und hofft, dass das Buch dazu beitragen wird, „dass Menschen vielleicht mit anderen Augen auf uns Opiatkonsumenten blicken – und uns dabei helfen, uns selbst zu helfen, statt uns zu stigmatisieren“.

Helfen Sie mit! Auf dieser Website finden Sie detaillierte Hintergrundinformationen zum Thema Substitution. Interessierte Ärzte können sich durch unser Mentorennetzwerk bzgl. eines Einstiegs in die Substitutionstherapie beraten lassen und ein kostenfreies Starterpaket mit ausführlicher Anleitung für die Praxis bestellen.


Der IKS auf dem Deutschen Suchtkongress in Bonn
Wiesbaden, 17. September 2013

Vom 18. bis zum 21. September findet an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn der Deutsche Suchkongress 2013 statt. Veranstalter sind die Deutsche Gesellschaft für Suchtpsychologie (dg sps) sowie die Deutsche Gesellschaft für Suchtforschung und Suchttherapie (DG-Sucht).
Der IKS ist mit einem eigenen Poster in der Posterausstellung des Kongresses vertreten. Das Poster sehen Sie hier.

An Stand 5 von Accente Communication können sich Besucher zudem über den Initiativkreis Substitutionstherapie informieren.

Mehr Informationen unter:
http://www.deutschersuchtkongress.de/deutscher-suchtkongress-2013.html


Initiative zur Sicherstellung der Versorgung Opiatabhängiger in der Substitutionstherapie gestartet
Wiesbaden, 22. Mai 2013

  • Mehr Ärzte für die Behandlung Opiatabhängiger Patienten gewinnen
  • Substitutionstherapie ist evidenzbasiert
  • Informationen und Unterstützung für die Praxis
  • Neue Website www.bitte-substituieren-sie.de online

Etwa 200.000 Menschen konsumieren in Deutschland Schätzungen zufolge illegale opiathaltige Substanzen, die sie injizieren oder auf andere riskante Weise konsumieren. Für diese opiatabhängigen Menschen gibt es mit der Substitutionstherapie eine effizienzbasierte erfolgreiche Behandlungsform. In den letzten zehn Jahren ist die Zahl der Substitutionspatienten, die diese Therapie in Anspruch nehmen, auf heute 75.400 angestiegen. Der Bedarf wächst weiter, aber die Zahl behandelnder Ärzte stagniert, so dass ein Versorgungsengpass droht. Um die Substitutionstherapie besser zu erklären und mehr Ärztinnen und Ärzte für die Substitutionstherapie zu gewinnen, wurde jetzt eine Initiative Substitutionstherapie gestartet. Sie wird von einer breiten Gruppe von Unterstützern aus Medizin, Politik und Fachverbänden getragen. Federführend sind die Deutsche Gesellschaft für Suchtmedizin, die Deutsche AIDS-Hilfe und akzept, unterstützt von der Bundesärztekammer, der Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Mechthild Dyckmans, sowie Gesundheitspolitikern aller im Bundestag vertretenen Parteien.


Initiative zur Verbesserung der Versorgungssituation in der Substitutionstherapie vorgestellt
Berlin, 19. Nov. 2012

  • Breite Unterstützung zur Verhinderung eines Versorgungsengpasses
  • Drogenbeauftragte, Bundesärztekammer und Fachgesellschaften kooperieren
  • Politiker sagen bei Parlamentarischem Abend über alle Parteien hinweg Unterstützung zu

Anlässlich des 10. Parlamentarischen Abends zur Substitutionstherapie wurde in einem breiten Schulterschluss von ärztlichen Fachgesellschaften, der Bundesärztekammer und der Drogenbeauftragten der Bundesregierung zusammen mit Fachverbänden der Drogen- und AIDS-Arbeit sowie mit Patientenorganisationen eine Initiative Substitutionstherapie gestartet. Ziel ist es, in einer konzertierten Aktion Ärztinnen und Ärzte für die Substitutionstherapie von immer mehr behandlungsbedürftigen opiatabhängigen, chronisch kranken Menschen zu gewinnen. Viele substituierende Ärzte gehen in den Ruhestand, zu wenige neue Ärzte kommen hinzu. Ein Versorgungsengpass droht für die heute fast 75.000 Patienten.